Hildesheim Dom

Der Hildesheimer Dom St. Mariä Himmelfahrt gilt als eine der ältesten Bischofskirchen Deutschlands und gehört zusammen mit der Michaeliskirche zum UNESO Weltkulturerbe. Seine Geschichte reicht bis in das Jahr 815 zurück. Zu dieser Zeit wurde an der Stelle des heutigen Doms eine Kapelle errichtet, auf deren Fundamenten wiederum im Jahr 872 unter Bischof Altfrid der erste Hildesheimer Dom entstand. 1015 stattete Bischof Bernward dieses Gotteshaus mit unzähligen wertvollen Kunstschätzen aus, zu denen unter anderem die bronzene Bernwardtür mit einer beachtlichen Höhe von 4,72 Meter gehören.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Dom immer wieder umgebaut und erweitert. 1079 erfolgte unter anderem im Auftrag des Bischofs Hezilo die Errichtung der Laurentiuskapelle. Des Weiteren wurden zwischen 1841 und 1850 der Godehardwestriegel und die Seitenkapellen abgerissen. Stattdessen erhielt der Dom eine Doppelturmfassade nach dem Vorbild der St. Godehard-Kirche.

Bei einem am 22. März 1945 erfolgten Bombenangriff wurde auch der Dom schwer beschädigt. Die Dächer sowie die Westtürme brannten aus, zudem stürzten das Querhaus, der Ostchor und die Nordseite ein. Nach Kriegsende wurde das Gotteshaus jedoch zügig wiederaufgebaut und umfassend saniert. Viele der ältesten Kunstschätze konnten vor den Zerstörungen durch die Bomben bewahrt werden. Auch die "Hildesheimer Rose", auf die die Gründung des Bistums zurückgeht, konnte gerettet werden. Dieser sogenannte Tausendjährige Rosenstock brannte infolge des Bombenangriffs zwar ab, brachte allerdings bereits acht Wochen nach der Zerstörung neue Triebe hervor. Noch heute wächst er außerhalb des Dombaus an der Außenwand der Apsis und gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt.

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Hildesheim Dom

Landkarte

Foto: Dom
Kategorien: Highlights, Weltkulturerbe, Historische Bauwerke

Lage: Hildesheim, Deutschland


 

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