TT-Line Fähre im Überseehafen von Rostock

Der Rostocker Hafen liegt unmittelbar an der Unterwarnow auf städtischem Gebiet. Er befindet sich im Eigentum der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH, einem Unternehmen, das gemeinsam vom Bundesland Mecklenburg-Vorpommern sowie der Stadtverwaltung Rostocks betrieben wird. Bestandteile des Hafens sind der Überseehafen sowie der Kreuzfahrthafen in Warnemünde.

Bereits im Mittelalter zählte er zu den bedeutendsten Umschlagplätzen im gesamten Ostseeraum. Dreh- und Angelpunkt des Handels mit verschiedenen Ländern war hierbei eine imposante Flotte mit dem Rostocker Greif am Bug. Zu den Handelspartnern gehörten unter anderem das Baltikum, Skandinavien sowie Süd- und Westeuropa. Nach dem wirtschaftlichen Boom, den die Hanse mit sich brachte, folgte ein über mehrere Jahrhunderte andauerndes Auf und Ab. Schließlich verlor der Rostocker Hafen Ende des 19. Jahrhunders endgültig seinen Anschluss an die immer schneller wachsende Wirtschaft. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs hatte er lediglich eine geringe Bedeutung. Zu Zeiten der DDR nahm diese jedoch wieder zu. Die damalige Regierung trieb den Aufbau einer großen staatlichen Handelsflotte und daher auch die Errichtung eines leistungsstarken Hochseehafens voran, der schließlich 1960 eingeweiht und im Laufe der Jahrzehnte ständig erweitert wurde. 1989 erreichte er bereits einen Umschlag von über zwanzig Millionen Tonnen. Nach der Wende wurde er den Erfordernissen der ständig wachsenden Märkte im Rahmen der Globalierung umgestaltet. Mittlerweile ist ihm ein ansehnlichen Platz unter den Häfen im ganzen Land zuteil geworden.

Heutzutage sind auf dem Hafen mehrere Anlagen für den Vertrieb von Düngemitteln, Kohle, Getreide oder auch Zement zu finden. Ebenfalls ein moderner Ölhafen gehört dazu. Sein Zentrum ist jedoch der Fährhafen mit dem allgemeinen Linienverkehr. Von hier aus startet unter anderem die zu der Reederei TT-Line gehörende Fähre "Huckleberry Finn", die auf dieser Aufnahme zu sehen ist. Diese bedient die Route zwischen der Hansestadt und dem südschwedischen Trelleborg. Eine weitere Reederei mit bedeutendem Fährverkehr ist die Scandlines, deren Tour zwischen Rostock und dem dänischen Gedser auf der Insel Falster verläuft.

Aufgrund seiner hervorragenden verkehrsgeographischen Lage sowie immensen Investitionen in die Infrastruktur hat der Hafen der Hansestadt es auf Platz zwei unter denjenigen im deutsche Ostseeraum gebracht. Im Hinblick auf die Kreuzschifffahrt zählt der integrierte Passagierhafen Warnemünde zu den populärsten seiner Art im ganzen Land. Unzählige Touristen aller Herren Länder haben von hier aus die Möglichkeit, die deutsche Hauptstadt Berlin sowie die malerische Küstenregion Mecklenburg-Vorpommerns kennen zu lernen. Mehrere Kreuzfahrt-Reedereien haben in Rostock ihren Sitz. Darunter zum Beispiel AIDA Cruises, deren beiden Schiffe AIDAblu und AIDAsol im Jahr 2011 von hier aus erstmalig in die Ostsee starteten.

Eisbrecher Stephan Jantzen im Stadthafen von Rostock Rostock Scandlines Fähre bei Rostock-Warnemünde
Überseehafen


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