Die Börse in Hamburg

Die Hamburger Börse wurde nach den Entwürfen der Architekten Forsmann und Wimmel errichtet, ihre Fertigstellung erfolgte im 1841. Das spätklassizistische Bauwerk zählt nicht nur zu den geschichtsträchtigsten, sondern auch zu den schönsten in der Hansestadt. Später wurden an dem Gebäude mehrere Erweiterungsarbeiten vorgenommen. Zu diesen gehörte unter anderem die Verbindung mit dem Hamburger Rathaus. 1558 erwarben die ansässigen Kaufleute beim "Ehrbaren Rat dieser guten Stadt Hamburg" die Genehmigung, einen Ort für ihre täglichen Zusammenkünfte an der Trostbrücke einzurichten. Dies war der Beginn der Geschichte der ältesten Börse Deutschlands. Eng verknüpft ist diese mit dem Werdegang der Handelskammer Hamburg, deren Sitz sich in dem heutigen Börsengebäude befindet.

Zu ihrer Gründerzeit bestand die Börse lediglich aus einem gepflasterten und eingefriedeten Platz. Zwischen 1577 und 1583 wurde schließlich ein großzügig verzierter Fachwerkbau für den allgemeinen Börsenbetrieb erbaut. 1669 bis 1672 nahm man an diesem Gebäude nochmals umfassende Erweiterungsarbeiten vor. Aufgrund der stetig wachsenden Händlerzahl und des bei schlechter Witterung unzureichenden Schutzes gab es bereits frühzeitig die Forderung nach einem neuen Gebäude. Bevor es zu dieser Umsetzung kam, bot der Geschäftsmann Gerhard von Hoßtrup an, eine eigene privat betriebene Börsenhalle in der Nähe zu bauen. Dieses konnte gegen ein vereinbartes Entgelt genutzt werden. Schließlich verlagerte sich ab 1804 ein Teil des Geschäftes in jene Räumlichkeiten. Nach der Fertigstellung des neuen Börsengebäudes fiel das alte dem Großen Brand von Hamburg im Jahr 1842 zum Opfer.

In drei Börsensälen des heutigen Bauwerks sind mittlerweile fünf Einzelbörsen untergebracht. Zu diesen zählt beispielsweise die einzige Versicherungsbörse Deutschlands. Die Hamburger Börse hebt sich durch die Bewahrung zeitloser Werte wie zum Beispiel der Verlässlichkeit des kaufmännischen Handschlags in besonderer Weise hervor. Progressive Angebote wie den Handel von Anteilen offener und geschlossener Fonds zählen hier genauso zum Programm wie das persönliche Zusammentreffen auf dem Börsenparkett. Mit der Versicherungsbörse, der Wertpapierbörse, der Allgemeinen Börse und der Getreidebörse befinden sich unter dem Dach der Hamburger Börse vier autonome Institutionen.

Che Guevara Statue in Hamburg Hamburg Alsterakaden in Hamburg
Hamburger Börse

Landkarte

Foto: Hamburger Börse
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Hamburg, Deutschland


 

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