Otzberg Basalt

Die auf dem Bild zu sehenden Basaltsäulen gehören zu dem im Vorderen Odenwald liegenden Otzberg. Sie befinden sich am dortigen Südost-Hang. Der Otzberg selbst ist ein 367 Meter hoher längst erloschener Vulkan, der sich aus der umliegenden sanften Hügellandschaft hervorhebt.

Vor rund 50 Millionen Jahren schob sich die Erdkruste bei der Gebirgsbildung in der Alpenregion zusammen. Dies führte wiederum zu einer Dehnung der Oberfläche im Bereich des Odenwalds und der Bergstraße. Die daraus entstandenen Verwerfungen fungierten als Aufstiegsbahnen für das Magma. Infolgedessen bildeten sich Vulkane bei Messel und Roßdorf. Danach herrschte über viele Jahrmillion erst einmal Ruhe. Vor ca. 22 Millionen Jahren erfolgte schließlich eine erneute Aktivierung der Verwerfungen. Daraufhin floß eine mehr als 1.100 °C heiße Gesteinsschmelze nach oben, was zu einem Ausbruch des Otzberg-Vulkans führte. Heute sind der Vulkankrater und die ausgetretenen Lavaströme lange abgetragen. Der Otzberg besteht mittlerweile nur noch aus dem damals im Schlot erkalteten Basalt.

Die fünf- bis siebeneckigen Basaltsäulen auf diesem Foto gelten hierbei als besonderes Phänomen. Sie sind beinahe symmentrisch und erwecken den Eindruck, als würden sie direkt aus dem Boden wachsen. Ihre Entstehung ist auf die Abkühlung der heißen Basaltschmelze zurückzuführen. Infolgedessen nimmt das Volumen ab, und es bilden sich Schrumpfrisse. Sobald sich die Abkühlung auch in der Tiefe ausbreitet, erweitern sich die Risse. Daraufhin entstehen Klüfte, was zu der einmaligen Form der abgebildeten Basaltsäulen führt.

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Otzberg Basalt

Landkarte

Foto: Otzberg Basalt
Kategorien: Naturdenkmäler & Schutzgebiete

Lage: Otzberg, Odenwald, Deutschland


 

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