Hildesheim Marienburg

Bei der Marienburg handelt es sich um eine spätmittelalterliche Wasserburg, die zwischen 1346 und 1349 vom Hildesheimer Bischof Heinrich III. zum Schutz gegen die aufbegehrenden Bürger errichtet wurde. Sie befindet sich im gleichnamigen Hildesheimer Ortsteil. Im Dreißigjährigen Krieg fielen die oberen Etagen des Süd- und Ostflügels starken Verwüstungen zum Opfer. Erneuert wurden diese 1663 im Fachwerkstil. Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges verlor die Festung an Bedeutung und diente lediglich für Wohnzwecke. 1806 erfolgte ihre Umwandlung in eine Staatsdomäne. Daher trägt das Bauwerk bis heute auch den Namen Domäne Marienburg.

Auf dem Gelände der ehemaligen Burg befand sich zwischen 1945 und 1981 ein großer Gemüseanbaubetrieb, der in erster Linie Konserven herstellte. Des Weiteren war von 1949 bis 1991 im dortigen Gewölbekeller eine Eisfabrik untergebracht. 1974 wurde der bis dahin eigenständige Ort Marienburg in die Stadt Hildesheim integriert. Seit 1993 befindet sich in der Räumlichkeiten der Marienburg das Lehr- und Forschungszentrum der Universität Hildesheim. Seit 2014 sind hier zudem alle Institute des Fachbereichs Kulturwissenschaften und ästhetische Kommunikation untergebracht. Auch befindet sich in der Marienburg das Hildesheimer Schulmuseum, in dem Besucher ein historisches Klassenzimmer aus der Zeit um 1900 bestaunen können.

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Hildesheim Marienburg

Landkarte

Foto: Marienburg
Kategorien: Museen & Ausstellungen, Historische Bauwerke

Lage: Hildesheim, Deutschland


 

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