Stralsund Scheelehaus

Das auf dem Bild zu sehende Scheelehaus ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Fährstraße 23 in Stralsund. Es befindet sich im Kernbereich des von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgewiesenen Stadtgebietes des Kulturgutes "Historische Altstädte Stralsund und Wismar". Gemeinsam mit dem nebenstehenden Haus Nr. 24 bildet es eine Einheit. Das vierstöckige Bauwerk wurde im 14. Jahrhundert als Dielenhaus erbaut. Im 17. und 19. Jahrhundert sowie von 1980 bis 1983 wurden an ihm umfassende Umgestaltungen vorgenommen, mittlerweile entspricht das Äußere des Hauses dem Erscheinungsbild des 17. Jahrunderts.

Eine Gedenktafel im Hausflur des Bauwerks informiert darüber, dass in diesen Räumlichkeiten der deutsch-schwedische Apotheker und Chemiker Carl Wilhelm Scheele geboren wurde und hier auch seine Kindheit verbrachte. Nach der in den 1980er Jahren durchgeführten Renovierung war in dem Haus der Kulturbund der DDR untergebracht, später hatte die Kulturabteilung des Rates der Stadt hier ihren Sitz. Seit 2004 stand das Gebäude teilweise leer. Der geräumige Scheele-Saal wurde von Vereinen, wie zum Beispiel dem "Filmclub Blendwerk" oder auch dem "Kulturbund" genutzt.

Das Scheelehaus und das benachbarte Gebäude Nr. 24 befanden sich bis 2010 in einem renovierungsbedürftigen Zustand. Bis dahin waren sie Eigentum der Stadt Stralsund, da ein Verkauf aufgrund des immensen Sanierungsaufwandes bislang fehlschlug. Als vorübergehende Lösung wurden die Rämlichkeiten für eine Ausstellung von Modellen der Gebäude Stralsunds genutzt. Im März 2010 erwarb der Chef der Altonaer Kistenfabrik das Scheelehaus für 90.000 Euro. Dieser ließ die Häuser umfassend restaurieren und eröffnete in diesen das Hotel Scheelehof sowie mehrere Gaststätten.

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Stralsund Scheelehaus

Landkarte

Foto: Scheelehaus
Kategorien: Weltkulturerbe, Historische Bauwerke, Kulinarisches & Shopping

Lage: Stralsund, Deutschland


 

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