Schelfkirche in Schwerin

Bei der Schweriner Schelfkirche St. Nikolai handelt es sich um eine barocke Backsteinkirche, die sich im Stadtteil Schelfstadt befindet und zur evangelisch-lutherischen Schelfgemeinde gehört.

Erbaut wurde sie zwischen 1708 und 1712, die Einweihung fand am 24. September 1713 statt. An der gleichen Stelle gab es historischen Dokumenten zufolge bereits zwei Vorgängerkirchen, bei der jüngeren handelte es sich um ein gotisches Bauwerk, das 1228 durch Heinrich I. gestiftet wurde. Diese fiel allerdings 1703 einem Sturm zum Opfer, der den Turm des Gebäudes komplett zerstörte. Infolgedessen riss man die Kirche 1705 ab.

Das heutige Bauwerk wurde in Form eines Kreuzes errichtet, der Kirchturm befindet sich an der Westseite. Bis heute gilt die Schelfkirche als Vorbild in der protestantischen Kirchbautheorie des 18. Jahrunderts. Die Turmuhr stammt aus dem Jahr 1863 und ist als die älteste öffentliche Uhr Schwerins bekannt. Bis 2005 wurde sie jeden Tag von Hand aufgezogen. Die Orgel im inneren des Bauwerks stammt von dem deutschen Orgelbauer Friedrich Friese III., das Altarbild "Christi Himmelfahrt" von dem Maler Gaston Lenthe und die kunstvoll gestalteten Fenster von dem Glasmaler Ernst Grillmeister. Die bronzene Nikolaus-Glocke entstand im 16. Jahrhundert und die beiden Eisenglocken im Jahr 1959. Von 1983 bis 1990 wurden an der Außenfassade des Gebäudes umfassende Sanierungsarbeiten vorgenommen.

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Schelfkirche

Landkarte

Foto: Schelfkirche
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Schwerin, Deutschland


 

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