Putbus Pädagogium

Bei dem ehemaligen Pädagogium in Putbus handelt es sich um das größte Haus am Circus. Errichtet wurde es im Auftrag des Fürsten Wilhelm Malte I. zwischen 1833 und 1836. Als Vorlage dienten hierbei die Pläne des Architekten Johann Gottfried Steinmeyer. Ziel des Fürsten war, seinem Fürstensitz eine höhere Lehranstalt zu geben sowie die Erziehung und Bildung seiner Landeskinder zu fördern. Erbaut wurde das Fürstliche Pädagogium zu Putbus mit einem Internat, einer Turnhalle und einer Mensa. 1836 übergab Fürst Wilhelm Male I. die Bildungseinrichtung an den preußischen Staat als Königliches Pädagogium.

Bis zum Zweiten Weltkrieg galt das Pädagogium nach der Universität Greifswald als die bedeutendste Bildungseinrichtung Vorpommerns. Zwischen 1941 und 1945 war in seinen Räumlichkeiten die Nationalpolitische Erziehungsanstalt Rügen untergebracht. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden von 1946 bis 1975 in dem Gebäude Lehrer ausgebildet. Danach diente es bis 1994 der Unterrichtung schwerhöriger Kinder. Noch im selben Jahr übernahm der "Stiftungsverbund für mehrfachbehinderte Gehörlose, Schwerhörige und Taubblinde e.V." die Institution. Zwischen 2000 bis 2002 stand das geschichtsträchtige Gebäude teilweise leer und drohte zu verfallen. Von 2002 bis 2014 war im früheren Pädagogium eine private Aus- und Weiterbildungseinrichtung für Informatikfachkräfte untergebracht, die unter dem Namen IT-College Putbus bekannt war. Am 6. Dezember 2015 wurde das Bauwerk an einen Telefonanbieter versteigert.

Putbus Circus  auf Rügen Putbus Orangerie
Putbus Pädagogium

Landkarte

Foto: Putbus Pädagogium
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Putbus, Rügen, Deutschland


 

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