Kröpeliner Tor in Rostock

Das Kröpeliner Tor wurde 1270 im gotischen Stil errichtet und ist das westlichste der vier großen Tore der Rostocker Stadtbefestigung. Zur damaligen Zeit verfügte es bereits über eine beträchtliche Größe, von den damals über 20 Stadttoren galt es als das gigantischste. Bis heute ist umstritten, woher der Name des Tores stammt. Manche Historiker vermuten, dass es nach der Kleinstadt Kröpelin benannt wurde. Andere wiederum behaupten, dass ein gleichnamiges Patriziergeschlecht als Vorbild diente. Das Tor bildet mittlerweile den Abschluss der Kröpeliner Straße in westlicher Richtung.

Bei seiner Entstehung gehörte das Kröpeliner Tor zu einer Befestigung aus Mauer, Türmen und weiteren Toren rund um den Rostocker Stadtkern. Auf Veranlassung des Bürgertums wurde es um fünf weitere Stockwerke erhöht. Bis heute zieren ein Dachreiter und schwarze Formziegel das Bauwerk. An seiner Stadtseite befinden sich des Weiteren die Wappen, die in den Farben des Landes Mecklenburg gehalten sind. Im Jahr 1847 wurde das Gebäude durch einen Vorbau im neugotischen Stil erweitert. 1945 fiel jedoch der Beschluss, diesen gemeinsam einem Teil der Stadtmauer wieder abzureißen. Die Rostocker Straßenbahn fuhr bis 1960 durch das Tor. Heute verläuft ihre Route an diesem vorbei durch die Lange Straße.

Nach umfassenden Umbaumaßnahmen wurde in den Räumlichkeiten des Kröpeliner Tors das Museum zur Stadtgeschichte untergebracht. Mittlerweile findet der Besucher dort ein stadtgeschichtliches Begegnungsmuseum vor, bei dessen Träger es sich um die Geschichtswerkstatt Rostock e.V. handelt.

Kloster zum Heiligen Kreuz in Rostock Rostock Eisbrecher Stephan Jantzen im Stadthafen von Rostock
Kröpeliner Tor

Landkarte

Foto: Kröpeliner Tor
Kategorien: Museen & Ausstellungen, Historische Bauwerke

Lage: Rostock, Deutschland


 

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