Flensburg Wasserturm

Der Wasserturm Flensburg-Mürwik unterscheidet sich in seiner außergewöhnlichen Architektur, die an einen Trichter erinnert, von den meisten seiner Art. Er befindet sich östlich der Flensburger Förde auf einer Anhöhe im Volkspark. Während der Sommermonate bietet sich Besuchern die Möglichkeit, den Wasserturm zu besteigen und einen weitläufigen Ausblick auf die Stadt sowie die Förde zu genießen.

Als in der Nachkriegszeit die Einwohnerzahl in der Gegend stetig zunahm, wurde der Entschluss zum Bau des Wasserturms Flensburg-Mürwik gefasst, um in erster Linie die dortige Wasserversorgung zu gewährleisten. Anfang der 1960er Jahre begann man mit der Errichtung dieses einzigartigen Bauwerks. Zwar gab es schon damals Technologien, die es ermöglichten, gesamte Stadtteile mit einem Druckverfahren auch ohne Wasserturm zu beliefern. Allerdings hatten diese den Nachteil, dass bei Stromausfall keine Wasserversorgung mehr stattfand. Bei einem Wasserturm hingegen konnten derartige Schwierigkeiten auch über Stunden vermieden werden. Die Stadt Flensburg beauftragte nach einem Wettbewerb den Architekten Fritz Trautwein, der auch den Fernsehturm in Hamburg entworfen hatte, mit der Errichtung des Turms. Für den Bau selbst war das Frankfurter Unternehmem Philipp Holzmann AG zuständig. Schließlich wurde der Wasserturm Flensburg-Mürwik im November 1961 in Betrieb genommen.

Das Bauwerk beginnt im unteren Teil mit einem breiteren runden Grundriss, wird dann zunächst nach oben hin schmaler, um sich danach wie ein Trichter wieder auszubreiten. In einer Höhe von 26 Metern befindet sich die Aussichtsplattform, die den Turm komplett umrundet. Oberhalb dieser Plattform verengen sich die Wände wieder, und bilden mit dem flachen Kegeldach den Abschluss. Getragen wird das Bauwerk von mehreren kurvenförmigen weißen Stahlbetonstützen. Um auf die Aussichtsgalerie zu gelangen, können die Besucher den eingebauten Aufzug oder alternativ die Treppe nutzen.

Der Turm verfügt über einen Wasserbehälter aus Beton mit einem Gesamtvolumen von 1500 m³. Dieser beginnt unterhalb der Aussichtsgalerie und endet unter dem Dach. Weiterhin besteht er aus einer inneren und äußeren Kammer, die unabhängig voneinander mit Wasser gefüllt werden können. Vor allem für Wartungs- und Reparaturarbeiten stellt dies einen großen Vorteil dar.

Flensburger Heilig Geist Kirche Flensburg Nordertor in Flensburg
Wasserturm in Flensburg

Landkarte

Foto: Wasserturm
Kategorien: Moderne Bauwerke, Aussichtspunkte

Lage: Flensburg, Deutschland


 

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