Erfurt Ursulinenkirche

Das Ursulinenkloster befindet sich in der Erfurter Altstadt nahe des Angers. Neben dem Augustinerkloster handelt es sich um die zweite noch erhaltene Abtei innerhalb der thüringischen Landeshauptstadt. Gegründet wurde sie mit ihrer romanischen Kirche und dem Fremdenhospitz um 1136. Mehre Umbaumaßnahmen und Erweiterungsarbeiten im Laufe der Jahrhunderte gaben dem Ursulinenkloster seinen einmaligen Charakter. Seit 1667 leben in dem Bauwerk die Ursulinen, die es bis in die heutige Zeit als ihre Hauptaufgabe ansehen, Kinder und Erwachsene auszubilden.

Als einzige Abtei in der Stadt wurde das Ursulinenkloster bei der Säkularisation in Preußen 1821 nicht aufgelöst. 1854 erfolgte die Errichtung eines neuen Schulgebäudes innerhalb der Klostermauern. 1939 beherbergte das Kloster Flüchtlinge aus dem Saargebiet, zwischen 1944 und 1946 auch welche aus den Ostgebieten. Bei einem im Jahr 1944 stattgefundenen Luftangriff wurden die Klostergebäude stark beschädigt. Im Jahr 1967 plante die Erfurter Stadtverwaltung eine Auflösung des Klosters sowie die Errichtung von Schulgebäuden auf diesem Gelände. Zwischen 2004 und 2008 erfolgte eine umfassende Renovierung aller Klostergebäude. Diese hervorragende Leistung wurde mit dem Thüringischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet.

Erfurt Lutherdenkmal Erfurt Angermuseum in Erfurt
Ursulinenkirche in Erfurt

Landkarte

Foto: Ursulinenkirche in Erfurt
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Erfurt, Deutschland


 

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